Warum das wichtig ist
Steuerberatung wird besser, wenn du deine Fakten sortiert hast. Dann geht es weniger um Grundlagenchaos und mehr um die Fragen, bei denen wirklich Fachwissen nötig ist.
Aus Wissen einen Startplan machen
Dieser Ratgeber erklärt ein einzelnes Thema. Ob es für dich jetzt wirklich Priorität hat, entscheidet der Startplan anhand deiner Antworten.
Startplan erstellenWas du vor dem Gespräch klären solltest
Beschreibe deine Tätigkeit in einfachen Worten: Was verkaufst du, an wen, über welchen Kanal und seit wann oder ab wann? Diese Beschreibung ist oft wichtiger als ein perfekter Fachbegriff.
Notiere geplante Rechtsform, Startdatum, erwartete Umsätze, erwartete Gewinne, Kundentypen, größere Investitionen, genutzte Plattformen und ob Kleinunternehmerregelung oder Umsatzsteuer eine Rolle spielen könnte.
Wenn du schon gestartet bist, sammle Rechnungen, Belege, Kontoauszüge, Plattformabrechnungen, Verträge, Tool-Abos und offene Briefe vom Finanzamt.
Gute Fragen für die Erstberatung
Frag nicht nur: Was muss ich tun? Frag konkreter: Welche Entscheidung ist jetzt wichtig, welche kann warten, welche Unterlagen brauchen Sie regelmäßig und welche Fehler sehen Sie bei ähnlichen Nebengewerben oft?
Wichtige Themen sind gewerblich oder freiberuflich, Kleinunternehmerregelung, Umsatzsteuer, EÜR, Rücklagen, Vorauszahlungen, private und geschäftliche Trennung, gemischte Nutzung und Tool-Setup.
Bei Online-Shops, Marktplätzen, EU-Tools, digitalen Produkten oder Plattformen solltest du diese Kanäle ausdrücklich nennen. Genau dort entstehen oft Sonderfragen.
Unterlagen, die häufig helfen
Hilfreich sind eine kurze Beschreibung des Geschäftsmodells, Umsatz- und Kostenannahmen, bisherige Rechnungen, Belege, Kontoübersicht, Vertragsunterlagen, Finanzamt-Schreiben und eine Liste der genutzten Tools oder Plattformen.
Wenn du Finanzierung oder Fördermittel planst, können Businessplan, Finanzplan und Kapitalbedarfsübersicht relevant werden. Die Bundessteuerberaterkammer beschreibt Steuerberater auch als mögliche Unterstützung bei betriebswirtschaftlichen Fragen rund um die Gründung.
Was du danach festhalten solltest
Nach dem Gespräch solltest du wissen: Welche Aufgaben übernimmst du, welche die Kanzlei, welche Fristen sind wichtig, welche Belege werden wie übergeben und welche Entscheidungen müssen noch geprüft werden?
Halte auch fest, welche Kostenstruktur gilt: Erstberatung, laufende Betreuung, einzelne Erklärungen, Jahresabschluss, EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldungen oder zusätzliche Rückfragen können unterschiedlich abgerechnet werden.
Schnelle Checkliste
- Beschreibe Tätigkeit, Kunden, Angebot und Kanäle in wenigen Sätzen.
- Sammle Umsatzschätzung, Kosten, Investitionen und Startdatum.
- Bereite Fragen zu Rechtsform, Kleinunternehmerregelung, USt, EÜR und Rücklagen vor.
- Liste Tools, Plattformen, Zahlungsanbieter und Marktplätze auf.
- Kläre, welche Aufgaben Kanzlei, Tool und du selbst übernehmen.
Typische Fehler
- Nur fragen, was kostet das, ohne den eigenen Fall zu beschreiben.
- Plattformen, EU-Tools oder digitale Produkte verschweigen, weil sie nebensächlich wirken.
- Ohne Belege, Kontoübersicht oder Umsatzannahmen in die Beratung gehen.
- Nach dem Gespräch nicht festhalten, wer welche Aufgabe übernimmt.
Was dieser Ratgeber leisten kann und was nicht
Der Ratgeber hilft bei
- eine persönliche Erstberatungs-Agenda vorbereiten
- offene Punkte nach Steuern, Buchhaltung, Rechtsform und Tools sortieren
- dir helfen, dein Geschäftsmodell kurz und verständlich zu beschreiben
Der Ratgeber ersetzt nicht
- die fachliche Einschätzung des Steuerberaters ersetzen
- Steuererklärungen verbindlich erstellen
- Kanzleikosten oder Mandatsannahme garantieren