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Buchhaltung

Was musst du dokumentieren, mit welchem Tool oder ohne, und ab wann sich ein Steuerberater lohnt?

Worum es geht

Viele Einzelunternehmer und Freiberufler arbeiten mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Du dokumentierst Einnahmen und Ausgaben, und am Ende ergibt sich daraus dein Gewinn.

Eine Buchführungspflicht kann unter anderem entstehen, wenn gewerbliche Unternehmer bestimmte Grenzen überschreiten. Aktuell sind nach § 141 AO unter anderem mehr als 800.000 Euro Umsatz oder mehr als 80.000 Euro Gewinn relevante Schwellen. Kapitalgesellschaften wie UG und GmbH haben ohnehin deutlich strengere Buchhaltungs- und Abschlussregeln.

Bei Aufbewahrungsfristen solltest du nicht pauschal mit nur einer Zahl arbeiten. Viele Buchungsbelege wie Rechnungen und Kostenbelege sind seit der Verkürzung der Fristen häufig 8 Jahre aufzubewahren. Andere Unterlagen können 6 oder 10 Jahre relevant sein. Deshalb ist eine saubere, nachvollziehbare Belegablage wichtiger als die Zahl auswendig zu kennen.

Mit oder ohne Tool

Eine einfache Tabelle kann reichen, wenn du nur wenige Rechnungen pro Monat schreibst, Kleinunternehmer bist und deine Belege sehr sauber ablegst. Risiko: Fehler, fehlende Belege, keine Schnittstellen und mehr Arbeit bei Wachstum.

Buchhaltungs-Software wie Lexware Office, sevDesk, Papierkram oder BuchhaltungsButler automatisiert Rechnungen, Belege, Bankabgleich, E-Rechnungen, Auswertungen und teilweise UStVA oder DATEV-Export. Sinnvoll wird das, sobald du regelmäßig Rechnungen schreibst, Belege digitalisieren willst oder mit einem Steuerberater arbeitest.

Manche Geschäftskonten haben Buchhaltungs-Funktionen integriert. Das kann am Anfang praktisch sein, ist aber nicht immer ein Ersatz für ein vollwertiges Buchhaltungstool oder Steuerberater-Setup.

Wann ein Steuerberater Sinn macht

Bei sehr einfacher EÜR mit wenigen Belegen machen viele die Buchhaltung selbst. Bei Umsatzsteuer, Ausland, Plattformumsätzen, UG/GmbH, Angestellten, hohem Belegvolumen oder Unsicherheit wird ein Steuerberater deutlich relevanter.

Eine Erstberatung kann sich auch lohnen, bevor du ein Tool auswählst. Viele Steuerkanzleien bevorzugen bestimmte Workflows, DATEV-Exporte oder konkrete Buchhaltungstools.

Anbieter-Orientierung

Buchhaltung: geprüfte Optionen einordnen

Buchhaltung ist nicht nur Tool-Auswahl. Entscheidend ist, ob du wenige Belege ordnen, regelmäßig Rechnungen schreiben, USt-Themen vorbereiten oder sauber mit Steuerberater arbeiten willst.

Sehr klein und günstig starten

Für wenige Rechnungen und Belege, wenn du erstmal Ordnung brauchst und Kosten niedrig halten willst.

Papierkram

Regelmäßig Rechnungen und Belege

Für digitale Buchhaltung, Rechnungen, Belege, Auswertungen und strukturierte Abläufe.

sevDesk · Lexware

Automatisierung oder Konto-Bundle

Wenn Belegvolumen, Automatisierung oder ein Kombi-Setup aus Konto und Buchhaltung wichtiger werden.

BuchhaltungsButler · Kontist

Geprüfte Optionen

Anbieter in dieser Kategorie

Die Karten sind eine thematische Übersicht. Im Startplan wird daraus eine engere Empfehlung für deinen konkreten Fall.

Papierkram

Papierkram Free

geprüft

Wann das passen kann

Passt für sehr kleine Starts, wenn du Rechnungen und Belege einfach strukturieren willst und noch keine große Buchhaltungsmaschine brauchst.

Kostenloser Einstieg möglich; bezahlte Tarife ab 9,90 € mtl. prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-12

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sevDesk

sevDesk Buchhaltung

geprüft

Wann das passen kann

Passt, wenn du regelmäßig Rechnungen, Belege und Auswertungen digital organisieren willst und ein modernes Tool bevorzugst.

Kostenloser Einstieg möglich; bezahlte Tarife ab 11,90 € mtl. prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-12

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Lexware

Lexware Office S

geprüft

Wann das passen kann

Passt, wenn du auf ein etabliertes Tool mit Steuerberater-, DATEV- und wachstumsfähiger Struktur achten möchtest.

Einstieg ab 7,90 € mtl. prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-12

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BuchhaltungsButler

BuchhaltungsButler Light

geprüft

Wann das passen kann

Passt eher, wenn Automatisierung und Belegverarbeitung wichtiger werden als ein maximal günstiger Einstieg.

Einstieg ab 39,90 € mtl. prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-12

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Kontist

Kontist Geschäftskonto mit integrierter Buchhaltung

geprüft

Wann das passen kann

Passt, wenn du Konto und Buchhaltung bewusst zusammen denken möchtest und ein integriertes Setup suchst.

Kostenloser Einstieg möglich; bezahlte Tarife ab 11 € mtl. prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-12

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Fragen, die für deinen Fall relevant sind

Diese Fragen würde Freya dir im Gespräch stellen. Du kannst dir die Antworten auch schon vorher überlegen.

  • Wie viele Rechnungen wirst du pro Monat ungefähr schreiben?
  • Bist du Kleinunternehmer oder mit Umsatzsteuer?
  • Willst du Buchhaltung integriert im Konto haben oder als separates Tool?
  • Planst du einen Steuerberater oder willst du die Buchhaltung selbst machen?
  • Gibt es Onlinehandel, Marktplätze, EU-Leistungen oder mehrere Zahlungsanbieter?

Wo offizielle Informationen stehen

Für verbindliche Auskünfte zu Steuern, Rechtsform, Anmeldung, Versicherung, Finanzierung, Datenschutz oder anderen offiziellen Fragen solltest du die zuständigen Stellen oder qualifizierte Fachleute prüfen. Die Links unten sind gute Ausgangspunkte, aber keine abschließende Prüfung deines Falls.

Frag Freya zu diesem Thema

Dein Fall zu Buchhaltung

Wenn du wissen willst, was speziell für deine Situation relevant sein könnte, frag Freya direkt. Sie stellt Rückfragen und sortiert, welche Punkte du als Nächstes prüfen solltest.

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