Ratgeber · Tech & Infrastruktur

Vercel, Netlify, Supabase, Wix oder Shopify fürs Nebengewerbe?

Wie du deinen ersten Tech-Stack wählst, ohne dich in Tools, Abos und unnötiger Komplexität zu verlieren.

Warum das wichtig ist

Viele Gründer denken zuerst an Logo, Domain und Instagram. In der Praxis entscheidet aber oft der Tech-Stack, wie schnell du live gehst, wie teuer dein Setup wird und ob du später überhaupt sauber skalieren kannst.

Aus Wissen einen Startplan machen

Dieser Ratgeber erklärt ein einzelnes Thema. Ob es für dich jetzt wirklich Priorität hat, entscheidet der Startplan anhand deiner Antworten.

Startplan erstellen

Der wichtigste Gedanke: nicht jedes Projekt braucht dieselbe Plattform

Ein einfaches Portfolio, ein kleiner Shop, ein AI-Tool und ein wachsender Onlinehandel haben unterschiedliche technische Bedürfnisse. Der Fehler ist oft nicht das falsche Tool, sondern ein Tool zu früh als endgültige Lösung zu behandeln.

Für reine Sichtbarkeit reicht oft ein Website-Builder oder eine statische Seite. Für echte Shop-Prozesse braucht man Warenkorb, Zahlungen, Versand, E-Mail, Rechtstexte und Produktdaten. Für ein AI-Tool oder einen interaktiven Advisor kommen API-Routen, Datenbank, Auth und Telemetry dazu.

Vercel und Netlify für Webprojekte

Vercel ist besonders stark, wenn du mit Next.js arbeitest. Du bekommst Git-basierte Deployments, Preview-URLs, Serverless-Funktionen und eine Umgebung, die sehr gut zu modernen React- und AI-Produkten passt.

Wichtig: Der Vercel Hobby Plan ist nach Vercel-Regeln nur für nicht-kommerzielle persönliche Nutzung gedacht. Wenn dein Nebengewerbe damit Geld verdienen soll, Produkte oder Dienstleistungen bewirbt, Affiliate-Links als Hauptzweck nutzt oder Zahlungen verarbeitet, solltest du den passenden bezahlten Plan prüfen.

Netlify ist ebenfalls ein guter Einstieg für statische Seiten, Frontend-Projekte und viele JAMstack-Setups. Für manche Projekte ist Netlify einfacher, für Next.js-lastige Produkte ist Vercel oft natürlicher.

Kostenlose Pläne sind praktisch zum Testen und Bauen, aber sie sind kein dauerhaftes Geschäftsmodell. Sobald ein Projekt kommerziell wird, echte Nutzer hat oder wichtige Funktionen verarbeitet, solltest du Limits, Nutzungsbedingungen, Datenschutz, Upgrade-Kosten und Backup-Strategie prüfen.

Supabase als Starter-Backend

Supabase ist interessant, wenn du schnell eine Postgres-Datenbank, Auth, Storage oder Edge-Funktionen brauchst. Für Nebenprojekte ist das oft schneller als ein eigenes Backend von null aufzubauen.

Für ein Tool wie Freya ist Supabase besonders nützlich, weil du strukturierte Signale speichern kannst, zum Beispiel Kategorien, Provider-Klicks oder Feedback, ohne komplette Roh-Chats dauerhaft zu speichern.

Sobald echte Nutzerdaten verarbeitet werden, musst du Datenmodell, Datenschutz, Service-Role-Keys und Row-Level-Security ernst nehmen. Supabase weist ausdrücklich darauf hin, dass RLS für Tabellen in exponierten Schemas aktiviert sein sollte und Service Keys nicht im Browser landen dürfen.

Der Free Plan ist gut zum Starten, aber du solltest Limits, Projekt-Pausierung bei Inaktivität, Speicher, Egress und Backup-Themen prüfen, bevor das Projekt produktiv oder kommerziell wichtig wird.

Wix und Shopify für Seiten und Shops

Wix kann für einfache Websites, lokale Dienstleistungen und kleinere Shops sinnvoll sein, besonders wenn du schnell visuell bauen willst und wenig technische Kontrolle brauchst.

Shopify ist stärker, wenn dein Fokus klar auf E-Commerce liegt: Produkte, Bestellungen, Zahlungen, Inventar, Apps, Versand und Skalierung. Dafür entstehen oft zusätzliche Kosten durch Apps, Themes, Zahlungsanbieter und laufende Shop-Abos.

Die praktische Regel: Wenn dein Geschäftsmodell primär Content oder Dienstleistung ist, muss Shopify nicht automatisch die erste Wahl sein. Wenn dein Geschäftsmodell Warenverkauf ist, sollte ein echtes Shopsystem früh geprüft werden.

Eine sinnvolle Start-Checkliste

Bevor du Tools auswählst, schreibe auf, was du wirklich brauchst: Website, Shop, Newsletter, Datenbank, Buchhaltung, CRM, Zahlungsanbieter, Automatisierung und Tracking. Danach entscheidest du, was sofort nötig ist und was nur nice to have wäre.

Wichtig ist auch die Exit-Frage: Kommst du später an deine Inhalte, Kunden, Produktdaten und Bestellungen ran? Ein billiges oder einfaches Tool ist nur gut, wenn du dich damit nicht dauerhaft einsperrst.

Schnelle Checkliste

  • Ist dein Projekt eher Website, Shop, Tool, Blog oder Community?
  • Brauchst du Zahlungen, Login, Datenbank, API oder nur eine Landingpage?
  • Kannst du mit Free-Plan-Limits leben oder ist das Projekt schon kommerziell?
  • Kannst du Inhalte, Kunden und Produktdaten später exportieren?
  • Hast du Datenschutz, Impressum, Tracking und Auftragsverarbeitung mitgedacht?

Typische Fehler

  • Shopify wählen, obwohl man noch gar keinen echten Produktkatalog hat.
  • Wix wählen und später merken, dass man sehr spezielle Daten- oder API-Logik braucht.
  • Free-Pläne als dauerhaft kostenloses Geschäftsmodell einplanen, obwohl kommerzielle Nutzung, Limits oder Datenschutzanforderungen ein Upgrade nötig machen können.
  • Datenbank, API-Keys und Datenschutz erst prüfen, wenn schon echte Nutzer da sind.
  • Für jede Aufgabe ein neues Tool abonnieren und dadurch den Überblick verlieren.

Was dieser Ratgeber leisten kann und was nicht

Der Ratgeber hilft bei

  • dein Vorhaben grob in Website, Shop, Tool oder Content-Projekt einordnen
  • dir helfen, einen sinnvollen Start-Stack ohne unnötige Komplexität zu wählen
  • dir zeigen, welche Tool-Kategorien du wirklich brauchst

Der Ratgeber ersetzt nicht

  • für dich prüfen, ob ein Free Plan rechtlich oder vertraglich für deinen konkreten kommerziellen Einsatz passt
  • deine Datenschutz- oder AV-Verträge verbindlich bewerten
  • eine technische Architekturprüfung durch Entwickler oder Datenschutzberater ersetzen

Offizielle Quellen

Für verbindliche Angaben immer die offiziellen Stellen prüfen. Die Links unten sind Startpunkte, keine abschließende Prüfung deines Falls.

Tool-Setup prüfen

Hosting, Shop und Tools als System denken

Online-Verkauf braucht mehr als eine schöne Website: Zahlungen, Tracking, Datenschutz, Rechnungen und Wartung müssen zusammenpassen. Der Tooling-Hub hilft bei der Einordnung.

Warum hier Anbieter erscheinen können

Dieses Thema hat praktischen Umsetzungsbezug. Deshalb zeigen wir, wenn verfügbar, passende Anbieter-Richtungen aus dem Themen-Hub. Ob sie für dich jetzt relevant sind, sollte aus deinem Startplan hervorgehen.

Einige Links können Affiliate-Links sein. Eine mögliche Provision soll die Einordnung nicht bestimmen.

Anbieter-Orientierung

Software: sinnvolle Tool-Richtungen einordnen

Tools sollen Arbeit reduzieren, nicht neue Komplexität schaffen. Diese Optionen decken typische frühe Bereiche ab: Website, Newsletter, CRM und Vertriebspipeline.

Website oder Landingpage

Wenn du online sichtbar werden willst, aber kein großes Webprojekt starten möchtest.

Wix · Webflow

Newsletter und E-Mail-Marketing

Wenn wiederholte Kundenkommunikation, Launches oder Content-Verteiler wirklich Teil deines Modells sind.

Brevo · Mailchimp

CRM und Verkaufsprozess

Wenn du Leads, Gespräche oder B2B-Kontakte strukturieren musst, statt nur einzelne Aufträge zu verwalten.

HubSpot · Pipedrive

Geprüfte Optionen

Anbieter in dieser Kategorie

Die Karten sind eine thematische Übersicht. Im Startplan wird daraus eine engere Empfehlung für deinen konkreten Fall.

Wix

Wix Website-Builder

geprüftPartnerlink

Wann das passen kann

Passt, wenn du schnell eine einfache Website oder Landingpage brauchst, ohne direkt ein komplexes Webprojekt zu starten.

Kostenloser Einstieg möglich; Bedingungen direkt prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-12

Anbieter prüfen

Webflow

Webflow Website-Builder

geprüftPartnerlink

Wann das passen kann

Passt eher, wenn Design, Positionierung und eine hochwertigere Website wichtiger sind und du mehr Einarbeitung akzeptierst.

Kostenloser Einstieg möglich; Bedingungen direkt prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-13

Anbieter prüfen

Brevo

Brevo (vormals Sendinblue) — Newsletter & E-Mail-Marketing

geprüftPartnerlink

Wann das passen kann

Passt, wenn Newsletter oder wiederholte Kundenkommunikation wirklich Teil deines Modells sind und du ein europäisch geprägtes Tool prüfen möchtest.

Kostenloser Einstieg möglich; bezahlte Tarife ab 7 € mtl. prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-12

Anbieter prüfen

Mailchimp

Mailchimp Newsletter

geprüftPartnerlink

Wann das passen kann

Passt eher, wenn du ein bekanntes Newsletter-Tool prüfen willst und Datenschutz-/US-Anbieter-Fragen bewusst klärst.

Kostenloser Einstieg möglich; Bedingungen direkt prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-12

Anbieter prüfen

HubSpot

HubSpot CRM Free

geprüftPartnerlink

Wann das passen kann

Passt, wenn du erste Leads, Kontakte oder B2B-Gespräche strukturieren willst, ohne sofort ein großes CRM einzuführen.

Kostenloser Einstieg möglich; bezahlte Tarife ab 15 € mtl. prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-12

Anbieter prüfen

Pipedrive

Pipedrive CRM

geprüftPartnerlink

Wann das passen kann

Passt eher, wenn du einen klaren Verkaufsprozess mit Deals und Pipeline brauchst und ein bezahltes CRM akzeptierst.

Preis und aktuelle Bedingungen direkt beim Anbieter prüfen.

Daten zuletzt geprüft: 2026-05-12

Anbieter prüfen
Einige Links können Affiliate-Links sein. Wenn du darüber abschließt, erhalten wir ggf. eine Provision. Deine Kosten ändern sich dadurch nicht. Die Auswahl ist eine thematische Orientierung, kein vollständiger Marktvergleich und keine individuelle Beratung. Die Provisionshöhe soll die Reihenfolge nicht bestimmen.

Unsicher, welche Option wirklich zu deinem Fall passt?

Persönlichen Startplan erstellen

Nächster sinnvoller Schritt

Tool-Stack klein und messbar halten

Tools sollen Arbeit erleichtern, nicht dein Nebengewerbe komplizierter machen. Der Themen-Hub ordnet Website, Shop, CRM, Buchhaltung und Automatisierung als Setup-Fragen.

Bei Tool- und Anbieterwegen zählt der konkrete Anwendungsfall, nicht die längste Feature-Liste.

Wissen ist gut. Dein nächster Schritt ist besser.

Wenn du nach diesem Ratgeber wissen willst, was davon für deinen Fall wirklich wichtig ist, erstelle den Startplan. Er fragt deine Situation strukturiert ab und priorisiert die nächsten Schritte.

Startplan erstellen

Weiterlesen

Weitere Ratgeber aus diesem Bereich